Alltagsentschleunigung.

Zwischen Obstbäumen und Wiesen,

einfach mal wieder zwischen den Weinreben liegen.

Das Leben genießen

zum Himmel schauen.

Auf die Sterne warten,

Bis sie wieder verschwinden – irgendwann. 

Im Morgengrauen.

An kleinen Grashalmen zupfen,

den Grillen beim zirpen lauschen.

Dem knistern vom Lagerfeuer,

bis die Vögel wieder zwitschern.

Wenn der Kopf nicht mehr frei ist

Und die Augen nicht mehr sehen.

Wie schön das Leben sein kann,

Dann ist es Zeit zu verstehen.

Nimm das Springseil in die Hand,

Spring so hoch und lang du kannst.

Geh auf die Suche nach Wilden Beeren,

Schließ die Augen und tu nichts als sein.

Ja neben all dem Stress im Alltag,

Braucht man einfach mal ne Pause.

Zum durchschnaufen,

Neue Kräfte sammeln.

Ohne schlechtes Gewissen,

Solang schlafen wie man will. 

Gib deinen Gedanken Raum zum tanzen,

Lass sie frei und schau was passiert.

Je länger du wartest,

Desto besser fühlt es sich an.

Das nichts tun, das genießen.

Das versprech ich dir.

Mama und ich.

Seit Tagen wieder ein großes Thema: Selbstwahrnehmung. 

Ich fühle mich wie eine prallgefüllte Hochglanzspeckschwarte an der das einzigste weibliche meine Brüste und das Kleid sind. 

Als ich gehört habe das sich meine Mutter angekündigt hat bin ich schier in Panik ausgebrochen weil ich seit dem letzten Mal, als ich noch mutig genug war mein Croptop zu feier und wir uns zuetzt gesehen haben, nochmal 2,3 kg mehr wiege. Sie war immer schon darauf bedacht sich selbst zwanghaft & kontrolliert auf einem sehr niedrigen Gewicht zu halten. Dementsprechend wurde mir schon sehr früh eingetrichtert nicht „zu viel“ zuessen, aufzupassen, „du hast aber ganz schöne Pausbäckchen“ oder nenn „anständigen Boller“ gekriegt. Manchmal fühlte es sich an wie ein ständiger Wettbewerb zwischen Mutter und Tochter. Ich will ihr keine Schuld dafür geben das ich damals magersüchtig wurde, aber einen Teil dazu beigetragen hat sie schon.

Sie war immer schon die dünnere von uns beiden, wenig Oberweite, schmalle Taille, granaten Powerk. Konnte essen was sie wollte

Ich dagegen komm scheinbar mehr nach Oma Emmy. Zu ihr fühlte ich mich in der tat verbundener als zu meiner eigenen Mutter. Sie war etwas größer als ich, hatte aber die gleichen Pausbäckchen, lachfalten und die entsprechenden fettpölsterchen(und mehr aber als oma darf man das) und Busen wie ich. Eigentlich weiss ich das ich einfach nicht für einen 34/36 Körper gemacht bin. Das gewicht so zu halten kostet mich so viel kraft das es mich wieder krank oder kränker machen würde. Wenn man aber kein liebevolles Gefühl für sich hat wenn man in den Spiegel schaut ist das schon ganz schön traurig. Manchmal sehe ich da nur eine Hülle die sich anfühlt wie eine Fremde. Vorbereitend habe ich meiner Mutter von der Situation gerade erzählt damit ihr nicht wie so oft ohne jegliches feingefühl etwas rausrutscht das mich verletzt. Am ende empfand sie es nicht als „so schlimm“ lediglich meine „Pakete“ an den armen wären seit dem ich dem ich #crossfit betreibe ordentlich „explodiert“ und ich hätte nach 30 jahren endlich mal nenn „anständigen“ arsch in der hose. 

Auch wenn ich es ihr nicht zu 100 prozent abkaufe hat sie es wahrscheinlich nur gut gemeint. 

urlaub vom alltag.

Seit 48 stunden bin ich also ein „freier mensch“ statt meine freie zeit zu geniessen verschwende ich viel zu viel zeit darüber nachzudenken die wenige zeit ausreichend zu nutzen und angst davor zu haben nicht genügend sinnvolles tu tun zu dem ich sonst nicht komme.

Also fühle ich mich bereits an einem montagmorgen wie an einem donnerstag abend. Bin gestresst, traurig, frustriert. Weil von anfang an klar war das diese fünf tage ein Tropfen auf den heissen Stein sein werden.

Nach einem trostlosen deprimierenden tag stellt sich nun also die frage wie geniesse ich die zeit und die nächsten drei tage – effektiv, zufrieden und glücklich – nachdem ich in meinen Augen bereits 2 verschwendet habe.

Darauf erst mal ein glas wein. 

A sanntee. Vive la france.

Oder so ähnlich. 

prioritäten setzen.

immer schaue ich das es allen anderen gut geht.

der freund hat sich getrennt, es steht ein umzug an, liebeskummer, krankheitsfall, das kind ist krank…. irgendwas ist immer. warum man sich hinten anstellt.

nicht genug auf sich selbst achtet und hört.

mein hauptproblem ist mein ständig schlechtes gewissen.

darf ich s c h o n feierabend machen?

darf ich einfach mal n e i n sagen, und für mich sein?

darf ich mich nochmal umentscheiden und absagen, auch wenn mein gegenüber das vielleicht gerade nicht so toll findet?

darf ich den sport absagen, auch wenn ich die extra pfunde loswerden muss und ich körperlich einfach zu müde bin?

ja, darf ich.

leider äußert sich das in einem äußerst schlechte gewissen das sich breit macht. ich fühle mich schlecht. als müsste ich mich dafür schämen oder rechtfertigen mir das recht rauszunehmen auf feierabend, freizeit, zeit für mich, ruhe und regeneration.

es ist absoluter blödsinn mich deswegen zurechtfertigen, schlecht zu fühlen und zu denken ich hätte etwas falsch gemacht.

also hab ichs heut getan, auf mich gehört und einen ausflug mit einer freundin abgesagt weil ich einfach innerlich immer mehr gemerkt habe das ich meine wenige freie zeit die mir gegönnt ist für mich ganz alleine möchte. sie hat sich schon so darauf gefreut, aber ich hab immer mehr gemerkt wie sich in mir wieder stress breit gemacht hat. ich das gefühl hatte mehr etwas für sie zu tun weil sie gerade ebenfalls nicht allein sein kann, als für mich, die sich einfach nur nach ruhe und rückzug sehnt. die reaktion war wie erwartet.

abweisend, traurig, es hat mir das gefühl gegeben ich hätte etwas falsch gemacht. aber das hab ich nicht. leider kommt das gefühlsmäßig noch nicht so ganz bei mir an, aber zumindest weiß ein teil meines kopfes das ich richtig entschieden habe.

morgen ist mein letzter arbeitstag vorm kurzurlaub, ich sitze in mitten meines chaos, bin noch die einkaufsliste am schreiben, muss noch wäsche waschen, hundefutter kaufen, den hausflur putzen, tanken, tasche packen, hund in ferien bringen und noch einmal arbeiten… und dann …. freu ich mich einfach nur noch auf ein bisschen entspannung und hoffe das das hotel einigermaßen hält was es verspricht bislang konnte ich mich nicht so recht freuen, weil es nur so kurz ist, ich mit dem kopf ständig nur bei der arbeit bin, aber ein wenig steig die vorfreude nun doch… ❤

allen einen schönen start ins wochenende 🙂

das leben in schwarz weiss. 

heut hab ich was gemacht das mir unheimlich schwer gefallen ist.

als ich vor einem jahr meine neue arbeitsstelle angetreten habe war es mir wichtig das berufliches berufliches bleibt und privates privat.

nach aussen hin muss man ja einen guten eindruck hinterlassen, repräsentieren und mit einem positiven erscheinungsbild glänzen.

beim betreten des hotels interessiert es niemanden ob ich schlecht geschlafen habe, ich des lebens müde bin oder anderen kummer und sorgen habe die mich innerlich zum weinen bringen. beruflich muss ich funktionieren. da sein, alles was möglich ist. 

vor den gästen, kollegen und meinen chefs. vor freunden, vor bekannten. Irgendwann ist der druck jedoch zu groß. man ist gereizt, genervt, die die immer schlecht gelaunt ist und innerhalb von sekunden mit dem arsch an der decke ist.

man fängt an sich selbst nicht mehr leiden zu können weil man so gar nicht sein will. man ist überfordert unzufrieden, traurig und frustriert. 

also was tun. in meinem fall hat sich daa ganze nun in den letzten 4 tagen so zugespitzt das ich weinend am empfangsbereich saß, meiner arbeit müde erschöpft und eher in geistesabwesenheit nachgegangen bin. meine Kollegen und mein chef haben gemerkt das irgendwas nicht stimmt  aber es war für mein empfinden  nicht der richtige rahmen.

nachdem es sich bemerkbar gemacht hat das die situation für mich auf der arbeit immer unangenehmer wird habe ich für mich zum einen beschlossen mir wieder hilfe zu suchen. Ob ich tatsächlich wieder medikamente nehmen werde bin ich mir noch nicht ganz sicher aber ich befürchte das ich so wie die situation gerade ist ohne unterstützung nicht aus dieser depression herauskomme.  der nächste schritt war es meine chefin zu informieren. nicht das sich betrieblich arbeitstechnisch deshalb etwas für mich ändert aber ich bin kein fan von dinge unter den teppich kehren. eher direkt und vorne raus. es ist wie es ist.

ich hasse es das ich mich ständig überall rechtfertigen muss oder ein falscher eindruck von mir entsteht. unberechtigt. das werde ich wohl nie ablegen können.

irgendwie ist es  mir unangenehm aber irgendwie auch nicht. das problem ist einfach das es zu viel menschen gibt die solche gemütszustände nicht nachvollziehen können und denen jegliches feingefühl fehlt.

#takecareofyourself

wie bonnie & clyde. <3

Manchmal fühle ich mich als würde ich den Bezug zu ihm verlieren. Weil ich so viel arbeite, er deshalb ständig alleine ist.

Aber an Tagen wie heute merkt er schon bevor ich es selbst merken kann das etwas nicht stimmt. Er weicht mir nicht von der Seite, schlabbert mir ständig das Gesicht ab, liegt neben meinem Bett als ich aufgewacht bin. Wo er sonst mittlerweile unaufgefordert fast ausschließlich in seinem Körble schläft und selbst nach dem ich nach Haus gekommen bin, kaum noch einen laut von sich gibt.
er passt auf mich auf. Und zeigt mir das er für mich da ist eigentlich. bräuchte ich zur zeit dringend mal jemand mit dem ich offen reden kann. aber irgendwie fehlt mir das vertrauen zu allen es letztendlich auch zu tun. bei Finn muss ich nicht reden, da reicht es wenn ich einfach nebendran sitze.

da muss ich mich nicht zusammenreissen, erklären und rechtfertigen „was denn schon wieder los ist“.

das Hauptproblem sind wahrscheinlich weniger die anderen, als ich selbst.

es wird einfach zeit für ein paar tage urlaub. aber ohne finn?…. das wird eine kleine herausforderung.

nach ner erneuten schlaflosen nacht, sitze ich seit 3 stunden kerzen gerade auf der couch und muss mich wie jeden tag aufraffen um den kurzen in den wald auszuführen. dabei hat er es sich doch so verdient!

allen ein schönes wochenende.

todaysthoughtoftheday: man darf nicht immer alles glauben was man denkt.

die kleinen dinge im leben. ein kleines stück heile welt <3

Kleines Achtsamkeitstagebuch der letzten Tage 🙂 Seit der Baustellenumleitung fahre ich jeden Tag über die #Weinreben zur Arbeit. Geht schneller und dieses drumherum fahren wäre absoluter Blödsinn. Darf ich wahrscheinlich nicht, aber tut ja niemandem weh?!;) jedenfalls, seit 4 tagen befinden sich diese hübschen #Heuballen in der Kurve kurz vor unserem Hotel&Restaurant und ich erfreue mich an diesem Anblick jedes Mal wenn ich daran vorbei fahre. Der eine findets bescheuert und denkt wahrscheinlich gar nicht darüber nach, aber für mich hat dieses Gefühl von #Landleben und #heimatliebe einen ganz besonderen Stellenwert.

Ein bisschen wie früher bei Oma und Opa. Im Saarland hab ich zwar nicht so ländlich gelebt wie hier, aber bei meinen Großeltern war es ein bisschen wie Urlaub auf dem Bauernhof. Einfach, aber toll!

Kein Kindermädchen das mit mir im Keller-Spielzimmer irgendwelche Sachen bastelt, oder mit meinem Bruder und mir die Hausaufgaben macht. Meine Eltern waren wenig zu Hause. Papa im Spätdient, Mama morgens ganz früh weg.

Die einzige Zeit die wir gemeinsam verbracht haben war beim Mittagessen.
Bei Oma und Opa war alles anders. Es gab einen riesen Gemüsegarten, ein Gewächshaus mi Tomaten, einen Kaninchenstall, eine riesen Werkstatt für Schreinerarbeiten, Apfelbäume, Birne und Walnuss. Ein Stück weiter oberhalb des Grundstücks standen Mirabellenbäume. Jetzt leben dort Ziegen (glaube ich mich zu erinnern, mein Onkel hat das Haus nach dem Tod meiner Großeltern übernommen) zu Bestzeiten Elvira und Elfride. Zwei Schweine die immer Mal wieder ausgebüchst sind und Oma durchs ganze Dorf hinterher gejagt ist. :-)Oberhalb der Mirabellenbäume war einst von Opa ein angebautes Waldgrundstück. Am Ende des Mini-Waldes war eine kleine Empore zum Feld hinaus. Da standen zu Bestzeiten auch Heuballen. Mit Oma hab ich dort öfter wildwachsende Himbeeren gesammelt, und Brombeeren! Mit Opa hab ich Lagerfeuer gemacht und Folienkartoffeln ins offen Feuer geworfen.

Wenn ich gerade jetzt so darüber nachdenke, würde ich alles dafür tun um jetzt nochmal dort zu sein mit Oma und Opa beim Lagerfeuer oder auf der Terrasse – im selbst gebauten Räucherofen Lachsforelle räuchern und essen.

Zu Oma hab ich ein ganz besonderes Verhältnis gehabt, zu Opa eher distanziert.

Oma hat mit mir gesungen, gebastelt, gemalt. Hatte genauso dicke Pausbäckchen und Vorbau wie ich 😉

Oma Emmy ist und bleibt die Beste.

Deshalb mein alter Blog/Instaname Fräulein Emmy Blume.

Auch wenn sie seit dem ich zehn bin nicht mehr da ist.

Oma ist und bleibt die Beste.

Was so ein paar Heuballen einfach mal so eben auslösen.

Ich liebe den Kaiserstuhl.

Und vorallem lieb ich Oma!

#lovethesimplelife ❤

 

yaennifortherun.

als ich heut morgen aufgestanden bin hätte ich mich am liebsten beim lebendigen leibe begraben. alles tut weh und um den täglichen antritt zum wiegen komme ich nach wie vor einfach nicht drumherum. unglaublich wie man sich von einem ding, das lediglich zahlen anzeigen kann  – und verdammt nochma sonst nichts anderes- so fertig machen lassen kann.

nun war ich doch so sorgsam diese woche. montag bis donnerstag jedentag zum sport,  schweinehund überwinden. anständig gegessen und seit tagen auf arbeit auch unendlich viel in bewegeung. dennoch – das gewicht steigt weiter. unwohlsein, panik, verzweiflung.

am liebten hätte ich mich direkt wieder ins bett gelegt und mich den ganzen tag wehmütig bedauert. laufen soll ich heut noch. unmöglich. sagt zumindest mein kopf, ok mein körper auch ein wenig.

nichts desto trotz – wie jeden tag -wenn auch unter tränen, ins auto gesetzt. zur arbeit. den tag irgendwie durchgeboxt, meinen papierkram abgearbeitet und innerlich schon bereits vor dem ersten kaffee zum xten mal durchgerechnet, überlegt und mit mir selber diskutiert welche radikalmaßnahme eintreten muss, um die extra kilos so schnell wie möglich wieder los zu werden.

irgendwann bin ich dann nachhause. früher als sonst, mit schlechtem gewissen – darf ich jetzt schon gehen???? und das bei all meinen überstunden.

also nachhause, mittagsschlaf gemacht- aufgewacht samt  kissenabdrücken im gesicht.

niemals lauf ich heut diesen lauf zu ende. ich war einfach nur platt. als wir dann alle dort waren, kam dann doch ein bisschen die kämpferin in mir durch. und siehe da. bestzeit. ich bin noch NIE so schnell gelaufen und am ende war ich die 8. schnellste von allen frauen und bin die 5km+ in 26.22 min gelaufen.

für mich MEGA schnell. frecherweise wurden irgendwie die startnummern vertauscht sodass ich im aushang jetzt den namen meiner kollegin trage 😀

während des lauf musste ich echt mit mir kämpfen. meine untere lendenwirbelsäule zickt seit tagen rum. so nenn tag pause davor wär halt auch mal sinnvoll gewesen. aber da haben wirs mal wieder. achtsamkeit und so, dem körper mal ne pause gönnen. ne jenny gibt mal wieder vollgas bis zum anschlag.

dann stand ich also da, beim ersten „wettkampf“ seit langem. los gehts. den erten km bin ich in 5 min3 sek gelaufen, normal liegt meine zeit bei knapp unter 6min. nach 2 km hat mir mein innerer schweinehund bereits ne kampfansage gemacht, alles tat mir weh, es hat leicht geregnet, jenny hat einfach keine lust! am ende bin ich gerannt wie eine wahnsinnige. dank crossfit!. an seine grenzen gehen. nicht an das denken was noch vor dir liegt, einfach abarbeiten. kilometer für kilometer. als ich dann ungefähr wusste ok, es ist nicht mehr all zu weit, nochmal gas gegeben. dann standen die ersten angehörigen von uns da und jubelten lauthals, nochmal gas gegeben, ich wurde angefeuert – wie in meiner box – wenn ich wieder kurz vorm aufgeben bin. der crossfitgedanke, über deine grenzen zugehen, hat mich unheimlich bestärkt, gepuscht und trotz schlechter körperlicher verfassung dazu gebracht, das ding in für meine verhältnisse in einer topleistung abzuschließen!

RECOVERYWIN.

WEIL… heute morgen wollte ich mal wieder nur noch sterben. weil das alles keinen sinn macht, wenn ich mich so schlecht fühle. wenn ich mich durch den tag kämpfe und mal wieder nicht weiß wofür. es war toll. das gefühl den schwarzen schatten überwunden zu haben. wenn auch nur für einen moment.

dann sitze ich im auto, noch kurz schnell auf den letzten drücker mal wieder einkaufen kurz vor ladenschluss. im radio läuft linkin park hoch und runter. irgendwann die meldung das der sänger sich für den freitod entschieden hat. ich war geschockt. gleichzeitig auch weil ich den ganzen tag an nichts anderes denken konnte….. irgendwie sehr aufwühlend. gleichzeitg muss ich mir selbst bewusst machen, dass das leben zu kurz ist um sich so zu entscheiden. hätte ich mich nicht irgendwie zusammen gerissen, hätte ich diese tolle erfahrung heute gar nicht machen dürfen.

#livemorethinkless ❤

 

 

selbstliebe, wertschätzung und „einfach mal“ nicht so streng mit sich sein. KURZ. memo an mich selbst!

manchmal, da muss man sich selbst mal wieder ein bisschen die meinung geigen, um nicht komplett den boden zu verlieren.

ich bin zu streng mit mir, zu oft! und dann bin ich deprimiert, enttäuscht über mich selbst, unzufrieden, wütend und traurig.

ich arbeiten unzählige stunden, habe einen sehr stressigen job und hatte seit 20 tagen keinen freien tag mehr. zum nichts tun, entspannen, regenerieren, spaß haben.

natürlich habe ich  das ein oder andere „für mich“ gemacht, aber alles so nebenbei. nicht in ruhe, eher unter zeitdruck alles unter einen hut zu kriegen.

die letzten tage habe ich mich sehr unwohl gefühlt. zu dick, zu nicht-weiblich-genug, das volle programm. toll, wie man sich immer wieder in die gleichen themen reinsteigern kann! nicht das es dann davon besser wird! im gegenteil.

ich schlafe zu wenig, immer noch!

esse und trinke nicht „anständig“ und vorallem nicht in ruhe. ich fühle mich einfach dermaßen unwohl in meiner haut, dass ich davon laufen möchte.

zum sport habe ich es letzte woche nur einmal geschafft. der anspruch an mich selbst – während all den arbeitsstunden – die mich vorallem auch an den wochenenden im service körperlich belasten – viel zu hoch!

deshalb lieber körper, danke das du es mit mir erträgst. danke das du – wenn auch teilweise nur schleppend und müde, mich jede tag aus dem bett schaffst, mit mir den tag überstehst. egal wie schlecht und abwertend ich über dich in den meisten momenten denke.

gestern abend war ich nach einer woche zum ersten mal wieder zum sport. nach 40 h arbeit in 3 tagen, nach einer durchzechten nacht und 3 viel zu kurzen nächten an schlaf.

als ich das wod gelesen habe, war mein erster gedanke – niemals.

wie soll ich das schaffen. während dieses gedankenkarrussels erklärte unser coach einem der mädels aus der beginner class – aufgeben ist keine option. geh an deine grenzen, weiter machen. dafür sind wir alle hier, um an uns zu glauben und über uns hinauszuwachsen. also jenny, aufgeben und jammern – heute keine option.

nachdem ich tatsächlich vor ner weile das wod abgebrochen habe, zum allerersten mal  – sollte das nicht nochmal passieren. körperlich ging es mir nach dem wod nicht gerade gut, aber ich hab es geschafft. zuhause auf der couch angekommen wurde mir erstmal bewusst was ich heute geleistet habe. mein körper geleistet hat, nach allem was ich ihm zur zeit ohne pause, ruhephasen und entspannung aufhalse! auch wenn es „nur“ die scaled version war, kann ich zufrieden sein. momentan geht einfach nicht mehr. und selbst das ich das workout so abgeschlossen habe, ist dann ein kleiner erfolg – auch wenn es schon viel besser lief.

heute morgen wollte ich das training eigentlich absagen, weil meine stimmung und motivation so im keller sind, das ich es kaum ertrage den schweinehund zu überwinden.

  1. streich. 6km laufen mit tanja – am donnerstag ist ja schließlich firmenlauf. zeitlich nicht viel verbessert nach wochenlanger pause – aber hey auch nicht verschlechtert. außerdem waren wir die ganze zeit am quatschen. man kann sich vorstellen wie mir die pumpe ging.
  2. danach bin ich dann ins training. die toes to bar liefen überhaupt nicht. ich hing am reck wie ein nasser sack. wie soll ich die kiste nur hoch kriegen. ich fühlte mich mindestens nochmal 20kg schwerer. bleischwer. es lief echt schleppend und es war einer hohe kunst der motivation und überredung, dass ich nicht wieder rebelliert und aufgegeben habe. weil mein kopf einfach nicht richtig mitmachen wollte. aber ich hab durchgezogen. der skillpart mit handstandwalk und shouldertapping heutr hat echt spaß gemacht und mit hilfe von kathrin wurde mir wieder bewusst, dass es echt gut läuft, auch wenn ichs noch nicht oft gemacht habe. also ab und zu mal dankbar zu sich selber sein. was der körper trotz allem alles leistet und schafft! danke. fürs da sein. jeden tag. vorallem an den schlechten!  zuhause hab ich dann noch ein bisschen geübt, ich war gerade so motiviert und es hat mich gefreut, was ich schaffen kann – vorallem wenn ich gerade überhaupt nicht daran glaube – und ich habe rechtzeitig aufgehört – bevor ich wieder deprimiert war, das es nicht noch besser laufen könnte! Deshalb, allen einen schönen tag und einfach mal danke und schön das du da bist zu sich selbst sagen ❤